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3. September 2025

Weiterbildung zum Thema „Autismus“

Am 26. August und 2. September 2025 fand unsere Weiterbildung für Trainer*innen zum Thema „Autismus“ statt, die von den erfahrenen Referentinnen Andrea Kohler-Schenk und Sandra Kamm Jehli von autismusbegleitung.ch geleitet wurde. Die Veranstaltung bot wertvolle Einblicke in die komplexe Thematik des Autismus und richtete sich an alle Trainer*innen, die mit autistischen Sportler*innen arbeiten.

Wichtige Erkenntnisse zur Diagnostik und zu den Merkmalen von Autismus

Die Diagnostik von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) ist klar strukturiert und erfolgt anhand spezifischer Kriterien, die nur von entsprechend ausgebildeten Medizinern gestellt werden dürfen. Es wurde betont, dass es nicht „das Autismussyndrom“ gibt, wie es beispielsweise bei Trisomie 21 der Fall ist. Autismus ist eine tiefgreifende Störung, die verschiedene Entwicklungsbereiche betrifft und nicht heilbar ist.

Die Trainer*innen lernten, dass autistische Menschen unterschiedliche Fähigkeiten und Herausforderungen aufweisen können. Während einige über besondere Begabungen verfügen, ist dies nicht bei allen der Fall. Zu den häufigsten Merkmalen gehören Schwierigkeiten mit Veränderungen, Unflexibilität, wenig Blickkontakt und das Bedürfnis nach klaren Strukturen. Auch sensorische Empfindlichkeiten, wie Geräusch- oder Geruchsempfindlichkeit, wurden thematisiert.

Strategien zur Unterstützung autistischer Sportler*innen

Ein zentraler Punkt der Weiterbildung war, wie Trainer*innen autistische Sportler*innen in stressigen Situationen unterstützen können. Die Referentinnen gaben praktische Tipps, wie beispielsweise das Erkennen von Anzeichen für aufkommenden Stress und das Anbieten von Rückzugsorten. Zudem wurde das Konzept des „Stimming“ (selbstregulierende Bewegungen) als hilfreiche Methode zur Stressregulation vorgestellt.

Die Trainer*innen wurden sensibilisiert, bei der Kommunikation auf klare und präzise Sprache zu achten, um Missverständnisse zu vermeiden. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass viele autistische Menschen Schwierigkeiten haben, ihre eigenen Emotionen von denen anderer zu unterscheiden, was in der Interaktion berücksichtigt werden sollte.

Herausforderungen und individuelle Bedürfnisse

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Diskussion über die individuellen Bedürfnisse autistischer Sportler*innen. Die Trainer*innen wurden ermutigt, Informationen über die spezifischen Anforderungen und Vorlieben der Sportler*innen zu sammeln, um eine optimale Unterstützung zu gewährleisten. Themen wie Schlaf- und Essensprobleme wurden als häufige Herausforderungen identifiziert, die oft im Leben autistischer Kinder und Erwachsener auftreten.

Fazit

Die Weiterbildung zum Thema Autismus war ein grosser Erfolg und bot unseren Trainer*innen wertvolle Werkzeuge, um autistische Sportler*innen besser zu unterstützen. Wir danken Andrea und Sandra für ihre Expertise und die inspirierenden Einblicke. Wir freuen uns darauf, das neu gewonnene Wissen in unsere Trainings zu integrieren und die Inklusion in unseren Sportprogrammen weiter zu fördern.

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